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Warum erst Brust dann Kraul?

Die bundesweit einheitliche “Deutsche Prüfungsordnung Schwimmen-Retten-Tauchen” schreibt für die Anfängerschwimmausbildung keinen Schwimmstil explizit vor. 

Immer wieder wird empfohlen, Kindern als erste Schwimmart das Kraulen beizubringen. Der Bewegungsablauf des Kraulens sei für viele Kinder intuitiver und näher an natürlichen Bewegungsmustern wie dem Strampeln oder Paddeln. In der Theorie klingt dieser Ansatz zunächst schlüssig – doch in der Praxis zeigt sich, dass dafür erst einige hohe Hürden überwunden werden müssten. Deshalb spricht vieles dafür, dass Kinder zuerst das Brustschwimmen erlernen sollten.

Angstfrei schwimmen lernen 

Viele Kinder haben Angst, den Kopf ins Wasser zu tauchen. Gerade für Schwimmanfänger ist dies eine große Überwindung. Das Kraulschwimmen erfordert jedoch genau das: Der Kopf muss regelmäßig ins Wasser geführt werden, um die richtige Atemtechnik und Wasserlage zu erlernen. Kinder, die hier Ängste haben, werden schnell überfordert – ein Rückschritt, der dem Ziel der Schwimmausbildung entgegenstehen würde. 

Das Brustschwimmen bietet hier entscheidende Vorteile: Es ermöglicht den Lernenden, den Kopf über Wasser zu halten. Diese scheinbare Kleinigkeit gibt insbesondere ängstlichen Kindern ein stärkeres Gefühl von Sicherheit und Kontrolle im Wasser – ein psychologischer Vorteil, der nicht unterschätzt werden darf. Andererseits ist der Bewegungsablauf technisch anspruchsvoller und für Kinder zunächst weniger natürlich als beim Kraulen.  

Sicherheit geht vor 

Ein zentrales Ziel der Schwimmausbildung ist die Fähigkeit, sich im Wasser sicher zu bewegen. Brustschwimmen bietet hier klare Vorteile: Die Sicht nach vorne ermöglicht eine bessere Orientierung, die ruhige Wasserlage vermittelt Sicherheit, und die Bewegungsabläufe sind leichter zu kontrollieren. Für Kinder, die sich noch unsicher im Wasser fühlen, ist das Brustschwimmen ein verlässlicher Begleiter auf dem Weg zur Wassersicherheit. 

Brustschwimmen leichter vermittelbar 

Auch für die Schwimmlehrer hat das Erlernen des Brustschwimmens als erste Technik deutliche Vorteile. Der Bewegungsablauf lässt sich außerhalb des Beckens deutlich einfacher demonstrieren. Mithilfe von Schwimmbrettern und gezielten Übungen – wie etwa das Üben schon am Beckenrand zur Übung des Brustbeinschlags – können Kinder behutsam an die Bewegungskoordination herangeführt werden. Dieser strukturierte Zugang erlaubt es, Kinder Schritt für Schritt mit dem Wasser vertraut zu machen und ihre Sicherheit systematisch zu erhöhen. 

Überschaubarer Zeitaufwand 

Rund die Hälfte der Kinder in einem Anfängerkurs erreicht nach zehn Unterrichtseinheiten in der Methode des Brustschwimmens das begehrte Abzeichen Seepferdchen, also 25 Meter selbständiges Schwimmen. Nach der Einschätzung der Leitung Ausbildung der DLRG Bayern wäre dafür in der Methode des Kraulschwimmens ein vielfach größerer Zeitaufwand nötig.

Brustschwimmen ist niederschwellig 

Gerade in Zeiten wachsender Migration ist es wichtiger denn je, Kinder unabhängig ihrer Herkunft und Vorerfahrungen sicher ans Wasser heranzuführen. Ein didaktisch durchdachter Einstieg über das Brustschwimmen kann hier einen niedrigschwelligen Zugang schaffen. Viele Kinder erleben Schwimmunterricht nicht nur als sportliche Herausforderung, sondern auch als kulturell neues Terrain. Hier ist es wichtig, auf individuelle Bedürfnisse Rücksicht zu nehmen – und Wassergewöhnung als festen Bestandteil der Ausbildung zu begreifen.  

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